Bloß nicht anschauen!

Erstellt am: 02.09.2010,  Autor: Sassan,  Kategorie: Neues von Sass

Dass ein kurzer Blick so seine Gefahren birgt, habe ich letztens im Fernsehen gesehen.

Mitten im Ruhrpott leben einige Menschen, die darf man einfach nicht lange ansehen. Oft haben sie schwarze Haare und braune Augen – ebenso wie ich. Der mir äußerlich ähnlich aussehende Mensch im Fernsehen erklärte dem Reporter, dass es drauf ankommt, wie er angeschaut wird:

 Ein kurzer Blick sei in Ordnung, aber ein zu langes Ansehen, käme einem Angriff gleich. Also: Obacht!  Der „Langzeitschauer“ wird entsprechend begrüßt, wie der Mitbürger aus dem Pott klar machte – nämlich mit den Fäusten.

Na dann, werfen wir doch die vom Grundgestz geregelte Freiheit über Bord und wenden unsere Blicke von den Menshen ab. Wir wollen ja niemanden provozieren oder ihm die vermeintliche „Ehre“ klauen, indem wir ihn anschauen.

Schauen wir doch einfach in den Himmel. Dort kann man keinen mit einem Blick angreifen – außer ein schwarzgefiederter Vogel fühlt sich auf die Flügel getreten und lässt kurzerhand sein Geschäft auf uns niederregnen.

Mich ärgert daran einfach, dass solche Typen den Ruf aller schädigen, die äußerlich gleich Merkmale aufweisen. An alle, die sich so verhalten: reißt euch zusammen, denn weil ihr einigen Blicken nicht standhalten könnt und mit Gewalt antwortet, werden irgendwann alle, die dunkle Haare haben, in einen Topf geworfen. Blickt mal über den Tellerrand hinaus und versaut nicht den Ruf aller, die ein südländisches Äußeres haben – so wie ich.

Also: ein falscher Blick sollte keine Gewalt nach sich ziehen, denn hier herrscht Demkratie, was die Freiheit der Blicke mit einbezieht? Was meint Ihr?

Grüße, Sass

Ein Kommentar zu Bloß nicht anschauen!

  1. Henry Hochstein schrieb:

    Ich schaue an, wen ich will und so lange ich will, da wir in einem freien Land leben?!

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